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Sparkassenstiftung fördert Ausstellung in der Alten Weberei

Die Städtische Galerie Nordhorn zeigt in Kooperation mit der Alten Weberei und der AMCHA Deutschland, eine jüdische Selbsthilfeorganisation die Hilfe für Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen bietet, die Ausstellung „Leben nach dem Überleben“ mit Fotografien von Helena Schätzle. Die Ausstellung ist auch ein Vermittlungsprojekt für Schülerinnen und Schüler. Die Grafschafter Sparkassenstiftung fördert das Projekt mit 5000 Euro.

„Es ist nicht nur eine reine Ausstellung, sondern insbesondere ein Vermittlungsprojekt, mit dem die Städtische Galerie einen wichtigen Beitrag zur geschichtlichen Aufarbeitung des Holocausts leistet“, betont Lars Klukkert, Stiftungsrat der Sparkassenstiftung: „Wir freuen uns, wenn viele Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Grafschaft das Angebot der Städtischen Galerie wahrnehmen und die Ausstellung besuchen.“ Die Fotografien stammen von Helena Schätzle, die bereits zu Beginn des Jahres mit ihrer Ausstellung „Close Contact“ in der Galerie zu sehen war. Sie reiste nach Israel und begleitete vier Monate 14 Überlebende des Holocaust und acht Angehörige der zweiten und dritten Generation, lernte ihre Geschichte kennen und nahm an ihrem Alltag teil. „Sie war wirklich in das Leben der Menschen eingebunden“, sagt Thomas Niemeyer, Leiter der Städtischen Galerie. „Das Thema verliert eigentlich nie seine Aktualität. Für Schüler ist es durch den persönlichen Einblick der Fotografin auch besser zu begreifen und nicht so abstrakt.“ Denn auch Trauer kann an nachfolgende Generationen vererbt werden, so Niemeyer. Aber wie begreift man das? Dabei gehe es nicht nur um historische Fakten, sagt der Galerieleiter.

Bei ihrem Aufenthalt entstanden viele Fotografien und Zitate, die den Betrachter mitnehmen und Einblicke in das persönliche Leben geben, aber auch Momente der Einsamkeit preisgibt. „Dennoch ist die Ausstellung nicht nur traurig, sondern auch voller Leben und positiven Gefühlen“, betont Niemeyer.

Neben dem normalen Galeriebesuch richtet sich diese Ausstellung vor allem an Schulen und andere Bildungseinrichtungen, für die es auch ein Begleitprogramm geben wird. Dazu zählen verschiedene Workshops, die durch AMCHA für und mit der Ausstellung entwickelt wurden. Themen wie Erinnern und Vergessen, Schweigen und Sprechen sowie Heimat und Familie werden dabei ergänzt durch weitere Materialien erarbeitet. Auch Helena Schätzle wird einen Workshop mit Ausstellungsbesuch anbieten, zusätzlich wird es gemeinsam mit Thomas Niemeyer und weiteren Gästen einen öffentlichen Gesprächsabend in der Alten Weberei geben, die auf diese Weise ebenfalls als Ort für Kulturarbeit gestärkt werden soll.

Die Ausstellung „Leben nach dem Überleben“ ist von AMCHA Deutschland mit der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland produziert worden und ist vom 24. April bis zum 22. Mai in der Alten Weberei Nordhorn zu sehen. Der Eintritt ist frei.