Werther!

Eine Theater-Sternstunde mit Philipp Hochmair in einer Inszenierung von Nicolas Stemann
am Sa 10.02.2017, 20 Uhr, Saal 1

Nicolas Stemanns modernisierte Fassung von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ mit Philipp Hochmair in der Hauptrolle hat inzwischen Kultstatus erlangt. „Werther!“ ist seit Jahren auf Erfolgstour: Die Inszenierung gastiert regelmäßig weltweit an den größten Theaterinstitutionen zwischen Moskau und Bogotá sowie im deutschsprachigen Raum – hier unter anderem regelmäßig am Wiener Burgtheater und am Hamburger Thalia Theater.

Die beiden renommierten Theatermacher erzählen Werthers Geschichte unter Verwendung des Originaltextes aus ihrer persönlichen, heutigen Sicht: Welche Relevanz hat die gefühlsschwangere Geschichte über den liebeskranken Werther noch in den Zeiten von Facebook, Twitter und „I-Phone“-Kultur?

Der Theaterabend bewegt sich zwischen Lesung, Monodrama und Performance, versteht sich als eine Einladung zum wohl berühmtesten Ego-Trip der deutschen Literatur. Eine Innenschau auf die Seele eines Unglücklichen, der mit der Kamera seine Gefühlsausbrüche auf die Leinwand bannt und zunehmend den Mechanismen der Selbstzerstörung erliegt!

Anfangs ist Werther ein gefühlsbetonter Cowboy, der wie in einem Road-Movie Freiheit und Natur genießt und in seiner egomanen Gefühlswelt nur „Ich, ich, ich“ denkt. Aber dann trifft er Lotte und verliebt sich. Er gerät in ein Taumeln von Schwärmen und Sehnen. Wäre da nur nicht schon ein Mann an Lottes Seite: Albert. Wer zum Teufel ist Albert? Doch Werther muss feststellen, dass seine Liebe von Lotte nicht erwidert wird, dass alle seine Illusionen platzen.

Nicolas Stemann (Regie): Geboren 1968 in Hamburg. Regiestudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am Institut für Theater und Film der Universität Hamburg. Nicolas Stemann inszeniert u.a. am Wiener Burgtheater, am Deutschen Theater in Berlin, am Thalia Theater in Hamburg. „Hamlet“ (2002), „Das Werk“ von Elfriede Jelinek (2004) und „Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek (2007) wurden zum Theatertreffen in Berlin eingeladen.

Philipp Hochmair (Schauspiel): Geboren 1973 in Wien. Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und am Conservatoire National Superieur d´Art Dramatique in Paris. Seit 2003 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters; engagiert am Thalia Theater in Hamburg und am Deutschen Theater in Berlin. Zahlreiche Rollen in Film und Fernsehen. Seit über 10 Jahren intensive Zusammenarbeit mit Nicolas Stemann u.a. in „Hamlet“ (Hamlet), „Don Karlos“ (Karlos), diverse Uraufführungen von Elfriede Jelinek.


Karten [Online-Tickets] [Ermäßigungen] [Vorverkaufsstellen] [Facebook]
ab 15 Euro im Vorverkauf (zzgl. Gebühren)
5 Euro für Schüler*innen im Gruppenverband (Zur Reservierung geht es hier.)

Pressestimmen
„Stemann schlägt eine Brücke zwischen Sturm und Drang und dem Lebensgefühl der Jugend von heute. Werthers Egotrip ist eine Entdeckungsreise, die sich lohnt.“
(Nürnberger Zeitung)

„Eine Sternstunde mit einem Star, Philipp Hochmair, einem Ausnahmetalent.“
(Neue Züricher Zeitung)

„Stemanns ‚Werther‘ trifft den Nerv der Zeit, ohne den Text zu verraten. Ihm zuzuschauen bereitet großes Vergnügen.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Eine wunderbare Reise durch die Seele eines Unglücklichen, die nach 60 Minuten viel zu schnell vorbei scheint.“ (Die Welt)

„Philipp Hochmair ist der Inbegriff alles Wertherischen.“ (Frankfurter Rundschau)

„Das Schönste und Verwirrenste an der Lachlust-Pille, die Stemann verabreicht, ist der Sprachrausch den sie auslöst. Unter Einfluss dieser Droge erreicht das Publikum Zustände heller Klarheit, in denen der Witz umschlägt in Gefühl und Erkenntnis.“ (Basler Zeitung)

„Tragikomisch, frei und wütend ist diese Inszenierung, der Goethe-Text wird zum Vehikel einer dynamischen Zeitreise, die eine historische Dimension in unsere private geschichtslose Gegenwart hineinbringt. Stemann und Hochmair haben sich als hervorragende Werther-Verwerter bewährt.“ (Theater der Zeit)

„Ein irrsinnig guter Monolog, ein irrsinnig guter Theaterabend: Hochmair spielt sein Solo, als sei es soeben frisch entstanden. Rasant, hingebungsvoll, offen, mit großer Leidenschaft für die Schönheit der Sprache und für den Klang der Wörter.“ (Hamburger Abendblatt)

„Die Thalia-Inszenierung von Regisseur Nicolas Stemann setzt auf die exzessive dramatische Zuspitzung der Selbstbespiegelung, die Philipp Hochmair in einer Ein-Mann-Performance auf die Bühne brachte.“ (Norddeutsche Rundschau)

„Philipp Hochmair ist einer der bedeutendsten Schauspieler der deutschsprachigen Theater- und Film-Szene. Im Stück Werther! beweist er seine Schauspielkunst aufs Neue und mimt den Protagonisten auf erfrischend nahbare und moderne Weise.“ (Goethe Institut)

„L’interprétation décapante qu’en donnent Philipp Hochmair et Nicolas Stemann ne se contente pas de donner une ‚touche de modernité‘ au mythe goethéen. Elle fait mieux. Dynamiter (ou dynamiser) cet emblème national pour aller à l’os de notre époque.“ (La Commune, Frankreich)

„La sacudida de ‚Werther!‘ llegó al final de la función, de la mano del estupendo actor austriaco Philipp Hochmair, que derrochó humor y talento en el autodestructivo viaje hacia sí mismo del protagonista. Stemann ha trasladado con gran acierto la novela epistolar ‘Las desventuras del joven Werther’ a estos días de locura tecnológica y exacerbado egocentrismo.“ (elPeriodico, Spanien)