Hagen Rether: „Liebe“

Kabarett am Fr 11.05.2018, 20 Uhr, Saal 1
Seit Jahren Programm, seit Jahren immer wieder anders: LIEBE übertitelt Hagen Rether sein Kabarett, mit dem er – nicht selten auf unbequeme Art und Weise – so manchen Volkszorn als Unwillen entlarvt, unsere fatalen Gewohnheiten zu überwinden. Daraus ergibt sich ein kurzweiliger, intelligenter, extrem witziger und hochpolitischer Abend: Das deutsche Musikkabarett ist dank Rether im 21. Jahrhundert angekommen.

Die Welt wird täglich ungerechter, das Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hintergrund lässt der preisgekrönte Kabarettist die Strippenzieher, Strohmänner und Sündenböcke dieser Welt aufziehen. Von der Religions“freiheit“ über das Wirtschaftswachstum bis zur staatlichen „Lizenz zum Töten“ kommt alles auf den Tisch. Doch die Verantwortung tragen nicht nur „die Mächtigen“ allein – wir müssen uns am eigenen Schopf aus der Komfortzone ziehen, um nicht in den Abgrund zu stürzen, den wir alle gemeinsam geschaufelt haben.

Kabarett verändert nichts? Rethers ebenso komisches wie schmerzhaftes Programm infiziert das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren: der Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und der Erkenntnis, dass wir alle die Kraft zur Veränderung haben. Mit LIEBE haben dabei zunächst allenfalls nur die Musikeinlagen des vielseitigen Künstlers zu tun. Erst auf den zweiten Blick wird in dem fulminanten „Plädoyer für das Mitgefühl“ die Menschenliebe eines Kabarettisten sichtbar, der an Aufklärung und an die Möglichkeit zur Umkehr glaubt.

Bereits mehrfach wurde Rether für sein Werk ausgezeichnet, unter anderem mit dem Prix Pantheon 2004, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2008, dem Schweizer Kabarett-Preis „Cornichon“ 2010, dem Deutschen-Kabarett-Preis 2010 und mit dem NRW Kleinkunstpreis 2011 „Bocholter Pepperoni“. Und: Sogar ein Asteroid wurde nach ihm benannt.


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24 Euro im Vorverkauf (zzgl. Gebühren)

Pressestimmen
„Hagen Rether verkörpert etwas, das selten ist: Eine Haltung. Er weicht nie aus, sondern bezieht Stellung, auch wenn die unbequem ist. Gegen Mitternacht gab es dafür Standing Ovations.“ (Abendzeitung)

„Wo Finck immerzu unter dem Zwang stand, die Wahrheit auf offener Bühne umzumünzen und umzucodieren in etwas Falsches und Uneigentliches, da decodiert und enthüllt Rether drei Stunden lang im Zustand des beschwingten Ekels das Falsche und Fiese unserer Welt. Er ist der Asket und der Messias unter den Kabarettisten. (DIE ZEIT)

„Sprachlich so geschliffen und knallhart wie kein anderer wehrt sich da ein von der Welt enttäuschter Intellektueller, betreibt eine verletzte Seele Aufklärung in ihrer furiosesten Form, mit allem, was das Arsenal an Ironie, Sarkasmus und Zynismus hergibt. Nach wie vor einzigartig.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Das Programm heißt übrigens LIEBE. Es ist eine Sternstunde des Kabaretts.“ (Frankfurter Rundschau)

„In ‚Liebe‘ deckt der Kabarettist scharfsinnig und scharfzüngig die zentralen Probleme der Gesellschaft auf, blickt hinter das Augenscheinliche und auf die dahinterliegende Wahrheit, die so viele verdrängen, weil sie unbequem ist und vor allem ungeheuer komplex.“ (General-Anzeiger Bonn)

„Es wirkt wie Plaudern, nicht wie Kabarett. Und ist doch das Schärfste, Durchdachteste, Konsequenteste, das im deutschen Kabarett zurzeit zu erleben ist. Denn dieser asketische Aufklärer, 46, hält sich nicht mit Politikerbeschimpfung auf und nicht mit den Säuen, die medial durchs Dorf getrieben werden.“ (Merkur.de)

„Rether ist zynisch, respektlos, politisch absolut unkorrekt und – fabelhaft!“ (Hamburger Abendblatt)

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